7. oktober 2010. heidi klum lädt zum casting für ,germany’s next topmodel‘ ins hotel melia am hofgarten in düsseldorf. die gastgeberin ist selbst nicht anwesend. ein castingteam wird die jungen mädchen und frauen begutachten. davon stehen hunderte hübsch zurechtgemacht auf hohen, noch höheren, unvorstellbar hohen pumps. langbeinig. schlank. figurbetont, sommerlich gekleidet warten sie auf ihre chance. auch die sonne scheint vor freude über diesen hübschen anblick.

meine nichte will auch dabei sein. also warte ich mit ihr in der langen schlange. wir füllen den 6-seitigen fragebogen aus. ungeduldig gibt sie immer wieder die gleichen antworten auf die immer wieder gleichen, wenn auch anders formulierten fragen. nach zwei stunden passiert sie mit 10 weiteren mädchen die einlasser. auf ihren hohen absätzen balancieren sie die treppe hinauf zur jury. zu diesem bereich wird den begleitern der zutritt verwehrt.

während ich draussen warte, spreche ich mit einer gruppe junger mädchen. sie erzählen man kommt die treppe hoch und wird in 5er gruppen aufgeteilt. auf stichwort läuft man mit den anderen mädchen nebeneinander auf die jury zu, dreht sich um und das war’s!

„der mann, auf den wir zugegangen sind, hat gar nicht richtig hingeschaut. zwei von uns wurden von einer frau, die im hintergrund steht, herausgewunken. diese durften noch einmal laufen. eine ist geblieben, zum vermessen und für eine videoaufzeichnung. sie ist eine runde weiter. wir anderen durften gehen“, erklärt mir eines der mädchen.
die enttäuschung hinterlässt dezente spuren in ihren gesichtern, zeigt sich in den glänzenden augen, gibt ihrem lächeln eine zurückhaltende kühle. sie verstehen nicht, nach welchen kriterien die auswahl erfolgt.

ich versuche zu trösten: „nehmt es nicht persönlich. ich finde es ganz toll und mutig von euch, dass ihr euch dem urteil der jury stellt. das ihr nicht gewählt wurdet, liegt lediglich daran, dass ihr nicht in ein bestimmtes raster passt“. meine worte lösen ein wenig die anspannung und gemeinsam beobachten wir die heraustretenden mädchen. in vielen gesichtern erkennen sie die gleichen gefühle, die sie selbst empfinden. bald kommt meine nichte. leichte entäuschung in ihren unruhigen augen, mit denen sie nach mir ausschau hält; auch sie wurde nicht beachtet.

schade! die mädchen werden durch dieses frevelhafte verhalten schnell entmutigt. dabei ist jede auf ihre ganz eigene art etwas ganz besonderes. eben ein TOPMÄDEL. ich danke diesen für einen interessanten und schönen nachmittag!

die topmädels die topmädels

„wie vermittelt ein theatermuseum seinem publikum theater? – winrich meiszies hat da so seine methoden, und das sind nicht die schlechtesten.

schauspieler karlheinz angermeyer hat gemeinsam mit autor und regisseur ulrich zettler ein stück zu einem sehr speziellen thema auf die beine gestellt. auf zwei beine, mehr waren nicht nötig“ weiß michael zerban und erzählt uns in der oktoberausgabe seines onlinemagazins ’neudeutsch‘ mehr dazu  hier gehts zum artikel >>

kürzlich sah ich den film „wild thing“. die einführung in die geschichte ist sehr langatmig und oberflächlich. wäre nicht die musik gewesen, hätte ich schnell ausgeschaltet.

hauptakteure in diesem spiel sind zwei schülerinen, der lehrer, ein polizist und scheinbar unbedeutender anwalt. mit einem vergewaltigungsvorwurf an den lehrer, der augenscheinlich ungerechtfertigt ist, steigt die spannung. eine schülerin ‚tochter aus gutem hause‘ erhebt den schweren vorwurf und eine zweite schülerin, aus armen verhältnissen, gesteht bei einer zeugenbefragung ebenfalls von dem lehrer vergewaltigt worden zu sein. bei der vernehmung der schülerinnen durch den anwalt des lehrers vor gericht, geraten beide schülerinnen stark unter druck und letztendlich nehmen sie ihre anschuldigungen zurück. die eltern leisten einen schadensersatz in millionenhöhe.

der fall scheint gelöst und plötzlich und dann wiederholt, wenn ein schuldiger ausgemacht wurde, nimmt die geschichte eine unverhoffte wendung. sehr gut gemacht. ein film voller überraschungen mit einducksvoller musik und faszinierenden landschaftsbildern.

die musik:

Was lief gestern? Welche Erfolge oder Misserfolge waren heute zu verbuchen? Review passieren lassen, analysieren, neue Strategien ausarbeiten, damit man weiß: Was liegt morgen an? Wie stelle ich mich auf? Wie gehe ich die Dinge an? Sind die Ziele von gestern noch die richtigen für morgen? Wie kann man Effizienz und Leistung weiter maximieren? …

By the way: Heute schon gelebt? – Die diffuse Sehnsucht nach dem „einfachen“, unmittelbaren Leben und Erleben meldet sich mit beharrlicher Regelmäßigkeit und verursacht ein modernes „Unbehagen in der Kultur“. Doch wie Sigmund Freud es treffend auf den Punkt brachte: „Das Programm, welches uns das Lustprinzip aufdrängt, glücklich zu werden, ist nicht zu erfüllen, doch darf man – nein, kann man – die Bemühungen, es irgendwie der Erfüllung näherzubringen, nicht aufgeben.“

Erfolgreicher Versuch: Kurzurlaub im Landhaus Niemann, FN-anerkannter Reiterhof in der Lüneburger Heide. Ein paar Tage Auszeit im Lebensrhythmus des Pferdewirts: Kaffee bei Sonnenaufgang mit Blick auf die Weiden, über denen der Morgendunst sich eben verflüchtigt. Pferde einfangen, putzen, satteln, Morgenausritt durch Wald, Feld und Auen. Anschließend ein gemeinschaftliches üppiges Bauernfrühstück im unter Denkmalschutz stehenden Landhaus.

Für Profis wie für Anfänger wird auf Wunsch ein individuelles Reitprogramm zusammengestellt – alles kann, nichts muss. Die große Reithalle, Spring- und Dressurplätze sowie eine Geländespringstrecke und eine herrliche Landschaft mit Reitwegen für stundenlange Ausritte bieten für alle Ansprüche das richtige Umfeld. So mancher Gast reist mit eigenem Pferd z. B. aus dem nahen Hamburg übers Wochenende an, Feriengäste kommen sogar aus der Schweiz hierher. Entsprechend bunt ist die Gesellschaft, die das gemeinsame Tun eint im Hier und Jetzt – sei es für 1-2 Tage oder für drei Wochen. Das abendliche Ritual, ein Glas Rotwein oder auch eines mehr, in geselliger Runde auf der Terrasse eingenommen, beendet den Tag. Leises Schnauben, Scharren und Wieheren aus den nahen Stallungen sind die letzten Dinge, die man – in dicke Daunenkissen eingesunken – wahrnimmt, bevor der Schlaf des Gerechten einen übermannt. Hier und Jetzt. Ausprobieren! Info unter www.landhaus-niemann.de

nein, wir übermitteln keine schlechten nachrichten, versprochen! dinge die spaß machen dürfen sich doch gerne mit alltäglichem beschäftigen… und so verweise ich heute auf dieses fundstück. obwohl schon etwas älter, verliert es nicht an aktualität. daniel martinelli erklärt auf sinnige, humorvolle weise „die finanzkrise – wie kam es dazu und wie geht es weiter?“

herr klinten ist betreiber eines restaurants “zur tränke” und macht den grössten teil seines umsatzes mit dem verkauf von bier, schnaps und wein. es wird natürlich auch essen serviert, dies aber ist nicht so gewinn bringend wie der getränkeverkauf. über die jahre hinweg macht herr klinten immer weniger umsatz, seiner kundschaft fehlt das nötige geld um den konsum zu bezahlen und so schwinden seine realen umsatzzahlen. wo vorher ein stammgast pro abend 5 bier getrunken hat, wandert nur noch ein oder zwei bier über den tresen. die biertrinker wie auch die wein und schnaps konsumenten haben aber durst und wollen, ja können sich auch nicht weiter einschränken.

nun fängt herr klinten an den konsum seiner gäste anzuschreiben und gibt seinen gästen kredit. die konsumation wird auf bierdeckeln aufgeschrieben und als schuldschein in form eines glasuntersetzers aufbewahrt. die gäste kommen wieder und konsumieren, es wird ja angeschrieben… hier gibts die ganze geschichte >>

findet sich auf SWR.de: facebook für einsteiger
der titel „sicherer start ins soziale netz“ ist wörtlich zu nehmen. so wird in der hilfreichen anleitung auch auf automatische einstellungen hingewiesen, bei der nach auswahl zu viele persönliche dinge preisgegeben werden. auch auf die nettiquette (verhaltensregeln für das netz) wird eingegangen.

fazit: wer das soziale networking ausprobieren möchte und unsicher ist, welche daten und informationen er veröffentlichen soll, ist mit dieser anleitung gut beraten.

seit wochen besuchen mich auf meiner terasse unterschiedliche hummelarten, angelockt vom üppig wachsenden lavendel und der blütenpracht des schmuckkörbchen. eines abends beobachte ich, wie sich eine hummel auf einer schmuckkörbchenblüte niederlässt und es sich bequem macht. sie sammelt und trinkt nicht. sie schläft.

hummelschlaf.jpg

… und als ich am nächsten morgen nachschaue, liegt sie noch schlafend im schmuckkörbchen. gute gelegenheit für dieses foto. nach einer weile beobachte ich, wie eine zweite hummel zum trinken auf die blüte fliegt. die im schlaf gestörte hummel scheint mit einem bein nach dem störenfried zu schlagen, als wollte sie sagen ‚lass mich in ruhe‘.